Joghurtbrot – ein einfaches und saftiges Brot mit Joghurt

Das Joghurtbrot ist ein Mischbrot aus Dinkel und Roggen. Das Joghurt im Brot macht den Roggenanteil auch ohne Sauerteig fluffig, locker und saftig. Das Brot ist so einfach zu backen, da es nur wenige Handgriffe benötigt.

 

Schon eine Weile wollte ich ein Brot mit ausschließlich Joghurt als Schüttflüssigkeit verwenden. Die leichte Säure aus dem Joghurt passt wunderbar zu der Mischung aus Dinkel und Roggen. Das Rezept dazu entstand an einem Sonntagmittag, als ich ein schnelles und einfaches Brot backen wollte und noch einen großen Becher Joghurt übrig hatte. Als Topfbrot bekommt das Brot eine super knusprige Kruste, die fast von alleine entsteht.
Wenn du keinen gusseisernen Topf hast, nimmst du einfach eine normale Kastenform. Wie du die Backzeit dann ändern musst, schreibe ich dir unten.

Zutaten

Sauerteig:

  • 420g Dinkelmehl (Type 630)
  • 80g Roggenmehl (Type 1150)
  • 2 Tl Trockenhefe
  • 2 Tl Salz
  • 1 Tl Honig
  • 20g Leinsamen
  • 500g Joghurt 1,5 % Fett

Zubereitungszeit

  • ca. 15 min reine Arbeitszeit
  • ca. 2 Stunden Gehzeit
  • ca. 45 min Zeit zum Backen

Aufwand

gering | mittel | hoch

SCHRITT FÜR SCHRITT

Schritt 1
Gleich zu Beginn vermengst du einfach alle Zutaten außer dem Joghurt in einer großen Schüssel. Jetzt kommt der Joghurt dazu. Da jedes Mehl anders ist, halte 50g Joghurt erst einmal zurück. Schalte die Küchenmaschine auf die niedrigste Stufe. Hat das Mehl das gesamte Joghurt aufgenommen, gibst du die restlichen 50g dazu. Den Teig vermischst du erst 5 Minuten auf niedrigster Stufe und dann weitere 8 Minuten auf der zweiten Stufe. Hier bildet sich das Klebergerüst, das für das Volumen und eine schöne Krume zuständig ist.

Nun muss der Teig ungefähr 1 Stunde mit einem Deckel oder einem Küchenhandtuch abgedeckt gehen.

Schritt 2
Nach einer Stunde formst du nun den Teig zu einer runden Kugel, indem du den Teig auseinanderdrückst und dann wieder faltest. Danach besprühst du die Teigkugel mit Wasser und wälzt sie in einem Teller mit Leinsamen. Anschließend kommt er in ein gut bemehltes Gärkörbchen. Wenn du kein Gärkörbchen hast, dann legst du ihn in eine bemehlte Schüssel. 

Du deckst das Gärkörbchen wieder ab und lässt den Teig noch einmal eine halbe Stunde gehen.

In dieser Zeit kannst du schon den Backofen mitsamt gusseisernem Topf und Deckel auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Der Topf kommt auf ein Gitter auf der zweituntersten Schiene im Ofen. 

Backen in der Kastenform:

Wenn du keinen Topf hast, dann kannst du das Brot in einer normalen Kastenform backen. Dazu formst du keine Kugel, sondern einen länglichen Laib, legst den Teig nach dem Formen schon in die gefettete und bemehlte Backform und deckst sie zum Gehen mit einem Geschirrhandtuch ab. Den Backofen musst du dann auf 220 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen. Schon beim Vorheizen musst du eine Schale mit Wasser auf den Ofenboden stellen. Das sorgt für ordentlich Dampf.

Schritt 3
Bevor du das Brot in den Topf gibst, kannst du es noch einschneiden. Du kannst es aber auch so in den Topf geben, dann reißt es rustikal auf. Jetzt benötigst du gute Topflappen oder Ofenhandschuhe, denn der Topf ist mega heiß. Die Hitze ist aber wichtig, damit der Teig nicht im Topf kleben bleibt und das Brot so richtig aufgehen kann. 

Du nimmst den Topf heraus und lässt den Teig in den heißen Topf gleiten oder legst ihn hinein. Der Deckel musss schnell wieder drauf und dann ab in den Ofen. 

Nach 25 Minuten kommt immer der spannendste Moment, denn da nimmst du den Deckel vom Topf. Nun siehst du zum ersten Mal wie dein Brot aussehen wird, also wie die Kruste reißt oder das Volumen sich entwickelt. Jetzt musst du die Temperatur auf 200 Grad Celsius reduzieren. Das Brot backt jetzt offen weitere 20 Minuten.

Backen in der Kastenform:

Bevor du das Brot in den Ofen auf ein Gitter in der Mitte des Ofens schiebst, kannst du es einmal der Länge nach einschneiden. Das Brot braucht in der Kastenform ungefähr 10 Minuten bei 220 Grad Celsius und weitere 35 Minuten bei 200 Grad Celsius.

Du kannst überprüfen ob es fertig ist, indem du mit den Fingerknöcheln auf die Unterseite klopfst. Klingt es hohl, ist es fertig. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm einen normalen Bratenthermometer. Bei einer Kerntemperatur von 98 Grad Celsius ist es fertig.

Zum Abkühlen legst du es am besten auf ein Gitter, damit es nicht schwitzt. Wenn du es vor dem Anschneiden ganz auskühlen lässt, lässt es sich besser schneiden und die Krume reißt dann nicht.

Ich hoffe das Brot schmeckt euch genauso gut wie uns. Es passt wunderbar zu salzigem und süßem Belag. Oder einfach nur mit ein bisschen Butter.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken. Lasst es euch schmecken.

Eure Anja

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