Brotbacken für Einsteiger #4

Verschiedene Brotbackformen

Brotbacken für Einsteiger #4 - Backformen

Vielfalt beim heimischen Brotbacken hängt natürlich in erster Linie mit verschiedenen Brotsorten zusammen. Aber auch die Variationen der Brotform bringt Abwechslung auf den Tisch.
Vor allem weiche Teige, wie sie zum Beispiel bei No-knead-Breads entstehen, werden am einfachsten in einer Backform gebacken. Es muss aber nicht immer die klassische Kastenform sein. Es gibt unterschiedliche Formen in unterschiedlichen Materialien.

In diesem Beitrag erfährst du, welche Backformen ich verwende. Du kannst jedes Mal ganz spontan entscheiden, wie dein Brot heute aussehen soll.

 

Warum backe ich in Backformen?

Es gibt Backformen aus den unterschiedlichsten Materialien und in verschiedenen Formen und Größen. Ich mag es, mit den unterschiedlichen Brotformen zu experimentieren. Wenn ich belegte Brote mitnehmen möchte, dann backe ich das Brot z.B. meistens in der Kastenform. Die Scheiben sind hierbei immer fast gleich groß und sie passen gut in Vesperboxen. Beim gemeinsamen Frühstücken oder Abendessen zu Hause mag ich die runde Form mehr.
Regelmäßig backe ich auch zwei kleine Kastenbrote und friere dann eines davon ein.
Ich backe regelmäßig in Backformen, wenn ich weiche Teige verarbeite. Es gibt auch Mehltypen, wie z.B. Dinkelmehle oder Vollkornmehle, die keine so guten Backeigenschaften haben und der Brotlaib weniger Stabilität hat. Der Brotteig kann in Backformen nicht in die Breite laufen. 

Welche Materialien eignen sich als Brotbackform?

Im Laufe der Zeit haben sich natürlich bei mir einige Backformen eingesammelt. Es gibt Phasen, da backe ich eher Kastenbrote und Phasen, in denen ich die runde Form bevorzuge. Eines haben aber fast alle Formen gemeinsam. Der krosse Kruste bildet sich nur auf der Oberfläche, da sich die Ränder und der Boden ja in der Backform befinden. Der gusseiserne Topf aber z.B. sorgt für eine rundum knusprige Kruste. Der Topf speichert die wichtige Hitze optimal und durch den Deckel kann der durch das Brot entstehende Wasserdampf nicht entweichen. Der Wasserdampf ist unter anderem für eine krosse Kruste zuständig. Es gibt auch Kastenformen mit kleinen Löchern in den Seitenwänden. Diese fördern die Kruste auch auf der Seite.
Die folgende Aufzählung hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Kastenformen

Die Kastenform ist glaube ich die klassischste aller Backformen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Materialien. 
  • Silikon
  • Karbonstahl
  • Emaille versiegelt
  • Stahl mit Teflon-Antihaftbeschichtung
  • aluminiertes Stahlblech

Ich habe schon einige Kastenformen ausprobiert. Ehrlich gesagt habe ich noch keinen Unterschied beim Backergebnis bemerkt. Durchweg war ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

Kastenformen
Blitzbrot
Gemüsebrot

Auflaufformen

Auch bei den Auflaufformen habe ich noch keinen Unterschied in den Materialien festgestellt. Hierbei finde ich die unterschiedlichsten Formen total spannend. Diese gibt es aus:
  • Steinzeug
  • Glas
  • Porzellan
Auflaufformen
Quinoabrot

Ofenbeständige Gläser

z.B. von Weck oder Oven Chef

Ich backe immer wieder in den schmalen Weck-Gläsern wenn ich Brot mit ins Geschäft nehme. Praktisch: Auf jede kleine runde Scheibe passt eine kleine runde Scheibe Wurst. 🙂 Ich hab Dir mal hier die verlinkt, die ich verwende.

ofenfeste Gläser
Pflaumen-Dinkel-Vollkornbrot

Töpfe und Bräter zum Brotbacken

Auch mit ofenfesten Töpfen und Brätern kann man prima Brot backen. Diese gibt es aus verschiedenen Materialien.

  • Gusseisen
  • Aluguss
  • Edelstahl
  • Römertopf aus Keramik oder Ton

Ich selber bin ein Riesenfan von Backen in ofenfesten Töpfen. Besonders überzeugt haben mich dabei Töpfe aus Gusseisen. Falls euch das interessiert könnt ihr auch gerne mal auf meinem Beitrag zu meinem gusseisernen Topf vorbeischauen.

Töpfe aus Gusseisen speichern die Hitze optimal und geben sie an das Brot ab. Ich habe allerdings auch noch nicht alle Materialien getestet.

Update:
Nadja hat einen sehr hilfreichen Kommentar geschrieben. Sie beschreibt, dass das Backen im Römertopf sehr gut funktioniert und Spaß macht.

gusseiserne Topf
Weizenmischbrot
Joghurtbrot

Ofenfeste Pfännchen für Brote oder Brötchen

Diese kleinen Backformen gibt es aus

  • Guss
  • Edelstahl
ofenfeste Pfännchen

Was musst du beim Backen in einer Backform beachten?

  1. Man muss ein bisschen mit der Ofentemperatur aufpassen. Nicht jedes Material kann man gleich hoch erhitzen. Schaue zur Sicherheit beim Kaufen auf die Produktbeschreibung. Es sollte mindestens 220 Grad Celsius aushalten.
  2. Fette die Backformen ein und bestreue sie mit Mehl, Kleie oder Paniermehl. So bleibt nichts in der Backform hängen. Da der gusseiserne Topf mit dem Backofen im voraus erhitzt wird, brauchst du diesen nicht einfetten. Durch die Hitze backt nichts an. 
  3. Stürze das Brot zum Abkühlen aus der Form, sonst fängt es das Schwitzen an und wird matschig.
  4. Die zweite Gehzeit kann der Teig bereits in der Backform verbringen. Dann musst du ihn nicht noch einmal bearbeiten und das Volumen bleibt erhalten. Lediglich beim Backen im Topf bzw. Bräter kommt der Teig erst direkt vor dem Ofen in den heißen Topf.
ofenfeste Pfännchen

Fazit

Zum Brotbacken eignen sich im Prinzip alle ofenbeständigen Backformen. Probiere einfach mal mit den Back- und Auflaufformen herum, die du sowieso schon zu Hause hast. Es macht Spaß, immer mal wieder mit der Brotform zu variieren. 

Welches ist deine Lieblingsbrotform? Ich würde mich über einen Kommentar sehr freuen.

Im nächsten Beitrag dieser Reihe zeige ich dir ein leckeres Rezept für ein Vollkornbrot mit Nüssen. Natürlich wieder mit der No-Knead-Bread-Methode.

Lass es dir in jedem Fall schmecken.

deine Anja

4 Kommentare auf “Brotbacken für Einsteiger #4 – Verschiedene Brotbackformen

  1. Hallo,
    ich vermisse hier den Römertopf! Das wäre doch noch eine gute Ergänzung. Zumal es einmal heißt, mit Deckel backen und dann wieder ohne. Das Beschwaden kann man sich sparen, eine tolle Sache! Allerdings habe ich erst ein Rezept, das gut klappt (Sauerteigbrot). Bin erst am Anfang.
    Liebe Grüße, Nadja

    1. Hallo Nadja,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Tipp.
      Ich backe auch total gerne in meinem gusseisernen Topf. Sich über das Schwaden keine Gedanken machen zu müssen, ist schon echt toll. Leider habe ich keinen Römertopf und kann deshalb auch auf keinerlei Erfahrung damit zurückgreifen. Aber ich werde deinen Tipp sehr gerne in den Artikel mit aufnehmen.
      Viel Spaß beim Ausprobieren.
      Grüße Anja

  2. Hallo Anja,

    vielen Dank für die tollen Tipps. Backe seit ein paar Wochen und habe schon einiges ausprobiert. Durch deine Infos ist mir einiges klarer geworden 😊habe auch schon auf dem Pizzastein gebacken und sowohl darauf wie auch im Dutch Oven tolle Ergebnisse erzielt. Super geht es auch statt mit Margarine und Mehl mit Hartweizengrieß, es klebt nichts und lässt sich super herausnehmen. Die Temperatur halte ich teils bei 240/250 Grad, eventuell später etwas niedriger.

    Freue mich auf neue Beiträge
    LG Sibille

    1. Hallo Sibille,
      ich freue mich sehr, dass dir meine Infos und Tipps weiterhelfen. Danke für dein Lob. Die Idee mit dem Hartweizengrieß gefällt mir. Das werde ich ausprobieren.
      Wenn du einmal eine allgemeine Frage zum Brotbacken hast, darfst du mich immer gerne anschreiben.
      Grüße Anja

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