Briegel – die schwäbischen Brötchen

Briegel sind ein Weißbrotgebäck, das einem Baguettebrötchen sehr ähnlich ist. Der typische Geschmack in Briegeln ist Kümmel. Dieser wird zusammen mit grobem Salz kurz vor dem Backen auf die Teiglinge gestreut. Wenn man es mit den regionalen Unterschieden im Schwabenland nicht ganz so genau nimmt, ist ein Briegel fast das gleiche Brotgebäck wie eine schwäbische Seele. Es gibt nur den Unterschied, dass ein Briegel eher Brötchenartig geformt ist und eine schwäbische Seele eher Baguetteartig.
Egal in welcher Form: Briegel schmecken immer und sind einfach zu backen. Man kann sie herzhaft belegen oder auch mit Marmelade bestreichen. Richtig lecker schmecken sie auch, wenn man sie mit einer Schmandmasse bestreicht und überbackt. Dieses Schmandbriegel-Rezept findest du auch hier auf dem Blog. Klicke einfach auf das passende Bild ganz unten.

Die Kruste der Briegel soll ungleichmäßig sein. Dies hat den Vorteil, dass man die Teiglinge nach dem Abteilen nicht mehr groß formen bzw. kneten muss.

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Zutaten (für ungefähr 5-6 Briegel)

  • 500g Dinkelmehl (Type 630)
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Tl Honig
  • 2 Tl Salz
  • 310 ml Wasser
  • 10 g weiche Butter
  • Zum Bestreuen: grobes Salz und Kümmel

Zubereitungszeit

  • ca. 20 min reine Arbeitszeit
  • ca. 110 Minuten Gehzeit
  • ca. 25 min Zeit zum Backen

 

Aufwand

gering | mittel | hoch

 

Zubereitung

Schritt 1
Gleich von Anfang an kommen alle Zutaten, außer dem Wasser, zusammen in eine Rührschüssel.

Schritt 2
Auf der niedrigsten Stufe der Küchenmaschine gieße ich das Wasser in 2-3 Schritten dazu. Der Teig soll sich vom Schüsselrand lösen. Nach ungefähr 2-3 Minuten auf niedrigster Stufe, schalte ich eine Stufe höher und knete den Teig weitere 3 Minuten. Da die Briegel mit Dinkelmehl zubereitet sind, muss der Teig nicht so lange geknetet werden.

Schritt 3
Der Teig darf jetzt ca. 90 Minuten zugedeckt ruhen. Am besten nimmt man dazu einen Deckel, da er luftdicht abschließt. Man kann aber auch ein normales Küchenhandtuch oder Frischhaltefolie nehmen. Das Teigvolumen muss sich mehr als verdoppeln.

Schritt 4
Nach der Gehzeit wird der Teig in Form gebracht. Dazu lege ich ihn auf meine bemehlte Arbeitsplatte und drücke ihn mit den Händen zu einem groben Rechteck. Dann teile ich mit den Händen bzw. mit der Handkante ungefähr 5-6 Teile ab. Man kann dazu auch eine Teigkarte verwenden. Da die Form der fertigen Briegel jedoch recht grob sein darf, verwende ich keine Teigkarte. Die Teiglinge werden auf ein Backblech gelegt, das mit Backpapier ausgelegt ist.

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Schritt 5
Ich decke die Teiglinge mit einem Küchenhandtuch ab und lasse sie 20 Minuten ruhen. In der Zwischenzeit heize ich den Backofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vor. Schon beim Aufheizen stelle ich eine Schale mit Wasser auf den Backofenboden. Das sorgt für den nötigen Dampf.

Schritt 6
Kurz bevor das Blech in den Ofen kommt, besprühe ich die Teiglinge mit Wasser und bestreue sie mit grobem Salz und Kümmel. Dann kommt das Blech auf eine Schiene im mittleren Bereich des Ofens. Außerdem sprühe ich mit meiner Sprühflasche noch 2-3 Mal Wasser in den Ofen, damit die Teighaut nicht so schnell austrocknet.

Schritt 7
Nach ungefähr 25 Minuten sind die Briegel fertig. Je nach gewünschter Bräune auch etwas früher oder später.

Zum Abkühlen lege ich sie auf ein Gitter. Spätestens an dieser Stelle werde ich immer ganz ungeduldig, da die schwäbischen Brötchen so lecker duften. Aber es ist wichtig, sie einige Zeit auskühlen zu lassen, damit das Aroma noch einmal durch die Krume zieht.

Nach der Abkühlphase könnt ihr jetzt die Briegel mit einem Belag eurer Wahl belegen und sie genießen. Probiert es einfach mal aus. Lasst es euch schmecken.


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