Kürbisbrot – mit Butternut mal anders

Herbstzeit ist Kürbiszeit. Ich wollte also wieder mal ein leckeres Kürbisbrot mit richtigem Fruchtfleisch backen. Dieses Mal habe ich zum Butternutkürbis gegriffen. Der Geschmack ist nussiger als mit einem Hokkaidokürbis. Das Brot schmeckt wahnsinnig lecker und sieht durch das gelblich-orangefarbene Fruchtfleisch super aus. Kürbisbrot ist mal eine andere Variante, Kürbis zu verarbeiten. Es ist herrlich saftig. Die gerösteten Kürbiskerne sorgen für ein tolles Aroma und einen knackigen Biss.

Ich backe das Kürbisbrot in einer normalen Kastenform. Der Teig ist durch das pürrierte Kürbisfleisch recht flüssig. Da der Teig frei gebacken somit leicht in die Breite laufen könnte, verwende ich eine Backform.

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Zutaten

  • 300g Fruchtfleisch vom Butternut
  • 250g Dinkelmehl (Type 630)
  • 200g dunkles Dinkelmehl (Type 1150)
  • 80g Kürbiskerne
  • 2 El Kürbiskernöl
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Tl Rohrzucker
  • 2 Tl Salz
  • 200 ml Buttermilch
  • 100 ml Milch

Zubereitungszeit

  • ca. 30 min reine Arbeitszeit
  • ca. 3 Stunden Gehzeit
  • ca. 45 min Zeit zum Backen

 

Aufwand

gering | mittel | hoch

 

Zubereitung

Schritt 1
Ich halbiere den Butternutkürbis und löffle mit einem Esslöffel das Kerngehäuse aus. Zum Schälen schneide ich am dicken Ende ein gerades Stück ab, so dass ich ihn hinstellen kann. Nun schäle ich ihn von oben nach unten mit einem scharfen Messer wie eine Ananas. Das Fruchtfleisch kommt in Stücke geschnitten in einen Topf, wird mit Wasser bedeckt und kocht ca. 10 Minuten weich. Ich schütte das Wasser ab und pürriere mit einem Kartoffelstampfer das Fruchtfleisch. Alternativ kann man es mit einer Gabel zerdrücken.

Schritt 2
50g der Kürbiskerne röste ich ohne Fett einige Minuten in der Pfanne. Zusammen mit allen anderen Zutaten, außer der Buttermilch und dem Wasser, kommen das pürrierte Fruchtfleisch und die gerösteten Kürbiskerne in eine große Schüssel. Ich stelle die Küchenmaschine auf die niedrigste Stufe und gieße die beiden Flüssigkeiten in 2-3 Schritten dazu. Nicht wundern: Der Teig wird recht flüssig.

Schritt 3
Der Teig darf jetzt ca. 2,5 Stunden zugedeckt ruhen. Am besten nimmt man dazu einen Deckel, da er luftdicht abschließt. Man kann aber auch ein normales Küchenhandtuch oder Frischhaltefolie nehmen. Das Teigvolumen muss sich mehr als verdoppeln. Wem diese Gehzeit aus Zeitnot zu lange ist, nimmt ein ganzes Päckchen Trockenhefe. Somit verkürzt sich die Gehzeit auf ungefähr 1 Stunde. Eine kürzere Gehzeit bedeutet natürlich immer eine kleine Aromaeinbuße. Außerdem wird das Brot mit mehr Hefe ziemlich aufgeblasen, aber auch ich habe schon auf diese Schummelei zurückgegriffen, wenn es schnell gehen musste.

Schritt 4
Nach der Gehzeit muss der Teig Spannung erhalten. Ich gebe den Teig auf meine bemehlte Arbeitsplatte, drücke ihn mit den Fingerspitzen ein bisschen flach und falte die Ränder in die Mitte. Dann drücke ich ihn wieder ein bisschen flach, falte wieder und so weiter. Das mache ich so lange, bis er an Stabilität gewinnt.

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Schritt 5
Die zweite Gehzeit darf der Teig schon in der Kastenform verbringen. Dazu fette ich sie dünn ein und bestreue sie mit etwas Mehl. Die Oberseite des Teiges besprühe ich mit Wasser und bestreue sie mit den restlichen Kürbiskernen. Zugedeckt geht der Teig noch einmal ungefähr 30 Minuten. In dieser Zeit muss der Ofen auf 250 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorgeheizt werden. Ich stelle schon beim Aufheizen eine Schale mit Wasser auf den Backofenboden. Diese sorgt für den nötigen Dampf.

Schritt 6
Ich stelle die Kastenform auf ein Gitter im unteren Drittel und sprühe direkt mit meiner Sprühflasche Wasser in den Ofen. Dann schalte ich den Ofen sofort auf 220 Grad Celsius zurück. Nach 35 Minuten schalte ich auf 200 Grad Celsius zurück und backe das Brot weitere 10 Minuten.

Schritt 7
Nach ungefähr 45 Minuten ist das Kürbisbrot fertig. Ihr könnt es kontrollieren, indem ihr auf die Brotunterseite klopft. Klingt es hohl, ist es fertig. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt einen Bratenthermometer. Die Kerntemperatur muss 98 Grad Celsius betragen.

Zum Abkühlen stürze ich das Brot auf ein Gitter, damit es nicht schwitzt.

Der tolle Duft nach frischem Brot wird euch bestimmt genau so entzücken wie mich. Lasst das Kürbisbrot aber ganz auskühlen bevor ihr es anschneidet. Es lässt sich dann besser schneiden und wird noch aromatischer.

Probiert es einfach mal aus. Lasst es euch schmecken.


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