Weizenbrot mit Grieß – geniales No-Knead-Topfbrot

No-knead-Bread bedeutet, dass der Brotteig nicht geknetet werden muss, sondern die Zutaten nur zusammengerührt werden. Durch die geringe Menge an Hefe und die lange Gehzeit wird das Brot herrlich aromatisch und bekommt eine lockere Krume. Das Backen im Topf hat den Vorteil, dass der Topf wie eine kleine "Brotsauna" funktioniert. Die Hitze wird vom Topf gespeichert und der Dampf bleibt im Topf. Dadurch entsteht eine tolle knusprige Kruste. No-knead-Breads brauchen insgesamt einige Zeit, sind aber äußerst einfach in der Herstellung.

Der Grieß in dem Brot gibt dem Brot einen leckeren Beigeschmack. Außerdem ist Grieß gut quellfähig und somit bleibt das Brot länger saftig.

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Zutaten

  • 400g Weizenmehl (Type 550)
  • 100g Hartweizengrieß
  • 5g frische Hefe
  • 1 Beutel (75g) flüssiger Sauerteig aus dem Handel
  • 1 Tl Honig
  • 2 Tl feines Salz
  • 380 ml Wasser

Zubereitungszeit

  • ca. 15 reine Arbeitszeit
  • ca. 12 Stunden Gehzeit
  • ca. 45 min Zeit zum Backen

 

Schwierigkeitsgrad

einfach | mittel | schwer | anspruchsvoll

 

Zubereitung

Schritt 1
Als allererstes löse ich die Hefe in dem Wasser auf und gebe den Honig dazu.

Schritt 2
In einer großen Schüssel vermische ich das Mehl, den Grieß, den Sauerteig und das Salz miteinander. Die große Schüssel ist wichtig, da der Teig sehr stark an Volumen zulegt. Dazu gebe ich dann das Hefewasser. Alles wird mit einem Rührlöffel zu einer homogenen Masse verrührt. Der Teig ist sehr flüssig.

Schritt 3
Ich bestreue den Teig mit etwas Mehl und lasse ihn nun abgedeckt über Nacht bei Zimmertemperatur gehen.

Schritt 4
Nach dieser langen Gehzeit kann man im Teig viele kleinere und größere Bläschen sehen. Diese sorgen im fertig Brot für eine lockere Krume. Ihr müsst den Teig jetzt also vorsichtig weiterverarbeiten, damit die Bläschen nicht zerstört werden. Ich hole ihn mit meiner Teigkarte auf eine mit viel Mehl bestäubte Arbeitsplatte. Dann falte ich mehrere Male den äußeren Rand in die Mitte, so dass eine Art "Päckchen" entsteht.

Schritt 5
Für die zweite Gehzeit bemehle ich ein Gärkörbchen und lege den Teig hinein. Wenn man kein Gärkörbchen hat, mehlt man eine Schüssel ein und legt den Teig dort hinein. Zugedeckt darf er noch einmal 45 Minuten gehen.

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Schritt 6
Der Backofen muss auf 250 Grad Celsius Ober- und Unterhitze aufgeheizt werden. Ich stelle meinen gusseisernen Topf mit Deckel direkt zum Aufheizen mit in den Ofen auf ein Gitter in der untersten Schiene, damit auch der Topf die richtige Temperatur bekommt. Der Ofen und der Topf benötigen gut 20 Minuten Zeit zum Erhitzen.

Schritt 7
Ich hole nun mit den Topflappen den heißen Topf aus dem Ofen. Achtung: Er ist wirklich sehr heiß. Ich streue Mehl auf den Topfboden und lasse den Teig vorsichtig in den Topf "plumpsen" bzw. gleiten. Der Topf muss vorher nicht eingefettet werden. Der Deckel kommt jetzt zügig wieder auf den Topf und dann stelle ich ihn zurück in den Ofen.

Wer keinen gusseisernen Topf mit Deckel besitzt, kann auch in einer normalen ofenfesten Form backen und das Brot mit Alufolie abdecken. Dazu aber die Temperatur direkt auf 230 Grad Celsius reduzieren, sobald das Brot im Ofen ist. Nach 30 Minuten die Alufolie abnehmen und bei 210 Grad Celsius weitere 15-20 Minuten backen.

Schritt 8
Das Brot backt jetzt 30 Minuten mit Deckel. Danach reduziere ich die Temperatur auf 220 Grad Celsius und nehme den Deckel ab. Ohne Deckel backt das Brot nun weitere 15 Minuten. Nach insgesamt 45 Minuten hole ich den Topf raus und stürze das Brot auf ein Gitter, damit es auskühlen kann.

Ihr werdet sehen, dass das Brot durch den Dampf im Topf eine tolle krachende Kruste bekommen hat. Es fällt schwer, aber ihr solltet das Brot erst richtig auskühlen lassen, bevor ihr es anschneidet. Der Duft ist einfach herrlich.

Ich wünsche euch viel Erfolg beim Nachbacken. Lasst es euch schmecken.

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