Brotbacken für Einsteiger #3

Saaten, Kerne und Samen

Brotbacken für Einsteiger #3 - Saaten, Kerne und Samen

Mit Saaten, Kernen und Samen kannst du vielfältige Variationen von Broten backen. Es gibt viele die wunderbar in einem Brot schmecken.

Es gibt mit Sicherheit einen botanischen Unterschied in der Definition der Saaten, Kerne und Samen. Dieser ist mir allerdings brotbacktechnisch nicht wichtig. Lecker sind sie auf jeden Fall. Ich verwende in diesem Beitrag nur den Begriff Saaten. Dieser schließt Kerne und Samen mit ein.

Mit verschiedenen Saaten kannst du aber nicht nur den Geschmack deines Brotes verändern. Sie geben deinem Brot mehr Biss und enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe.

In diesem Beitrag erfährst du, was du beim Backen mit Saaten beachten musst.

Diese Saaten verwende ich im Brot

Die Saaten kannst du entweder einzeln oder auch in Kombination verwenden. 

Kürbiskerne,
Sonnenblumenkerne,
Leinsamen,
Chiasamen,
Quinoa
Flohsamenschalen (das sind die Samenschalen einer Wegerichart). 

Neben dem Geschmack ist mir auch immer wichtig, dass die Saaten in einem Supermarkt gut erhältlich sind.

Du kannst aber auch andere Saaten verwenden. Wenn du Saaten im Brot verbackst, die ich jetzt nicht aufgelistet habe, dann schreibe sie doch in einem Kommentar. Darüber würde ich mir sehr freuen.

 

 

Saaten von vorne nach hinten: Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Chia-Samen, Quinoa, Flohsamenschalen

Warum backe ich mit Saaten?

Geschmack und Biss

Mit Saaten kannst du einfach und unkompliziert den Geschmack deine Brotes verändern. Denn natürlich schmeckt ein Kürbiskernbrot anders als ein Sonnenblumenbrot oder ein Chia-Brot. Richtig lecker ist aber auch ein Brot mit gemischten Saaten.

Eine krosse Kruste sorgt natürlich in jedem Brot für Biss. Mit Saaten im und auf dem Brot erhält das Brot natürlich noch mehr Biss und man hat richtig schön was zum Kauen.

Gesundheit

Saaten haben viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Viele Samen haben zwar unterschiedliche Schwerpunkte in den Inhaltsstoffen und Auswirkungen auf den Körper, gesund sind sie aber alle. Dies ist nur ein kleiner Auszug  der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe:

– Leinsamen, Chia-Samen und Flohsamenschalen sind ballaststoffreich. Ballaststoffe bringen die Verdauung in Schwung, da der Darm mit ihnen mehr zum „Arbeiten“ hat. Außerdem sorgen sie für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.

– Sonnenblumenkerne und Quinoa sind eiweißreich.

– Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne wirken entzündungshemmend.

Alle sind reich an ungesättigten Omega-3 oder Omega-6-Fettsäuren, Vitaminen und wertvollen Stoffen wie Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Zink.

Aussehen

Auch wenn dieser Punkt natürlich nicht die Hauptsache ist, so bringt ein Brot mit Saaten natürlich auch optische Abwechslung auf den Tisch.

Was muss ich beim Backen mit Saaten beachten?

Viele Saaten kannst du im Prinzip einfach in deinen Brotteig mit hineingeben. Auch hier auf dem Blog findest du Rezepte, die nichts weiter mit den Samen machen. Um ein optimales Backergebnis zu erhalten, lässt du die Saaten aber am besten vorher quellen. Dazu mischst du die Saaten mit der gleichen Menge Wasser und lässt sie 1-2 Stunden quellen. Dann gießt du das übrige Wasser ab und gibst sie mit in den Teig. Das sogenannte Quellstück sorgt dafür, dass die Saaten sich mit Flüssigkeit vollsaugen und nicht die Flüssigkeit aus dem Teig aufsaugen. So wird das Brot nicht so schnell trocken. Vor allem Chia-Samen und Flohsamenschalen saugen sich mit Flüssigkeit voll und ein Quellstück hilft dabei.

Besonders harte Saaten wie Quinoa musst du vorher aber sogar kochen, da sie sonst zu hart im Brot sind. Dazu kochst du sie ungefähr 15 Minuten in der gleichen Menge Wasser und gibst sie dann mit in den Teig.

Rezept

Dieses einfache Rezept für ein Brot mit Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Leinsamen baut auf dem Weizenbrot auf, dass du im ersten Beitrag dieser Reihe „Brotbacken für Einsteiger“ nachlesen kannst. Nur der Mehlanteil ist ein bisschen verändert.

Du benötigst:

450g Weizenmehl (Type 550)
100g gemischte Saaten (Ich habe 40g Sonnenblumenkerne, 40g Kürbiskerne und 20g Leinsamen verwendet.)
1/4 Tl Trockenhefe
2 Tl Salz
insgesamt 380 ml Wasser (100ml für das Quellstück und 280ml für den Teig)

Zubereitung:

Die Zubereitung findest du im ersten Beitrag. Es gibt nur eine kleine Vorbereitung für den Teig.

Du rührst die Saaten in 100ml der 380ml Gesamtwassermenge und lässt sie ungefähr 1 Stunde quellen. Dann gießt du das nicht aufgesogene Wasser ab und mischst ungefähr 80g der gequollenen Saaten von Anfang an mit in den Teig. Für den Teig bleiben dann noch die weiteren 280ml Wasser übrig. Den Rest der Saaten hältst du erst einmal zurück.

Dann verfährst du weiter nach Rezept.

Am Schluss streust du die letzten 20g Saaten auf das Brot, direkt bevor du es in den Ofen schiebst.

Probier doch einfach einmal dein eigenes Brot mit Samen aus. Du wirst sehen: Du kannst jetzt schon viele verschiedene Brote backen. Welche Sorte schmeckt dir am besten? Ich würde mich über einen Kommentar sehr freuen.

Im nächsten Beitrag dieser Reihe zeige ich dir, welche Backformen du beim Brotbacken verwenden kannst, um deinen Broten unterschiedliche Formen zu geben.

Deine Anja

2 Kommentare auf “Brotbacken für Einsteiger #3 – Saaten, Kerne und Samen

  1. Hallo Anja, Deine Infos über die verschiedenen Saaten sind sehr interessant und aufschlussreich. Für mich vor allem auch der Aspekt über die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. Ich werde das Brot am Wochenende ausprobieren, voraussichtlich mit Kürbis- und Sonnenblumenkernen. Macht es einen Unterschied im Geschmack des Brotes aus, ob ich die Kerne wie Du beschrieben hast einweiche oder kann ich die Kerne auch in einer Pfanne nur anrösten?

    1. Hallo Ingrid,
      vielen Dank für dein nettes Kommentar. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Die Kerne anzurösten ist auch eine gute Idee. Ohne Einweichen werden sie natürlich im Brot nicht so weich sein, aber du bekommst bestimmt leckere Röstaromen. Bei Kürbis- oder Sonnenblumenkernen kann ich mir das super vorstellen.
      Viel Erfolg beim Backen.
      Deine Anja

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